Vom 30. Juni bis 4. Juli 2025 öffnete die bereits fünfte Kinderstadt auf dem Gelände des Mohrenhauses ihre Tore. Mit 80 teilnehmenden Kindern war das Projekt restlos ausgebucht. Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Ehrenamtlichen, ohne deren Engagement eine Umsetzung in diesem Rahmen nicht möglich wäre.
Neu war in diesem Jahr die intensive Beteiligung der Kinder schon im Vorfeld: Sie brachten ihre Ideen für die Gewerke ein, bestimmten das neue Design der „Mohrenhaustaler“ und legten grundlegende Abläufe in der Kinderspielstadt demokratisch fest.
Zum Auftakt entschieden sich die Kinder selbstständig für ihre Gewerke, wählten ihre Gewerkeleitungen und richteten eigene Konten ein. Neben vertrauten Bereichen gab es mit einem Filmworkshop ein besonderes Highlight: Gemeinsam mit einem professionellen Filmemacher hielten die Kinder ihre Stadt digital fest. Sie führten Interviews, filmten das Gelände, arbeiteten vor und hinter der Kamera und schnitten das Material selbst zusammen. Am Ende der Woche wurde der Film feierlich mit den Eltern präsentiert – ein Moment voller Stolz für alle Beteiligten.
Auch im Rathaus herrschte reger Betrieb: Mehrere Kinder kandidierten für das Bürgermeisteramt, gestalteten Wahlplakate, gründeten „Parteien“ und entwickelten Wahlprogramme. Unterstützt wurden sie dabei vom 2. Bürgermeister der Stadt Radebeul, Herrn Kockentiedt, sowie Mitarbeitenden des Rathauses, die unter anderem die Auszählung begleiteten. Die anschließende Verkündung der Wahlergebnisse und die Amtseinführung der Kinderbürgermeisterin waren für alle ein spannendes Erlebnis.
Im Bankwesen stand die Sparkasse Meißen den jungen Bürgerinnen und Bürgern zur Seite. Gemeinsam eröffneten sie Konten und lernten, Soll und Haben analog zu verbuchen.
Täglich lud die Kinderbürgermeisterin zu Stadtversammlungen ein, informierte über Neuerungen und nahm die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst. Demokratische Grundprozesse prägten nicht nur diese Versammlungen, sondern waren auch in jedem Gewerk fest verankert. So konnte jedes Kind mitbestimmen, seine Meinung äußern und erfahren, dass es gehört und gesehen wird.



